Wie viel Protein hat Ramen wirklich?

Ramen rücken derzeit stärker in den Fokus, oft mit dem Versprechen „High Protein“. Doch wie viel Protein steckt tatsächlich in einer Schale Ramen, woher kommt es und wie sinnvoll ist der Vergleich zwischen Brühe und Nudeln?


Warum Protein bei Ramen gerade so im Fokus steht

Protein zählt seit Jahren zu den zentralen Ernährungsthemen. Fitness, Convenience und schnelle Mahlzeiten treffen aufeinander, dazu kommen neue Instant Ramen mit Proteinversprechen. Social Media und Influencer verstärken diese Entwicklung zusätzlich.

Das ist zunächst nur eine Beobachtung, keine Bewertung. Sinnvoll wird es erst, wenn man versteht, woher Protein in Ramen überhaupt stammt und wie es korrekt berechnet wird.

Woher kommt Protein in Ramen?

Der Proteingehalt von Ramen ergibt sich fast immer aus zwei Komponenten. Erst die Kombination aus Nudeln und Brühe bestimmt, wie viel Protein eine Schale Ramen tatsächlich enthält.

Protein aus Nudeln

Klassische Ramen-Nudeln bestehen aus Weizenmehl und enthalten dadurch Gluten. Je nach Rezeptur liefern sie etwa 8 bis 15 g Protein pro Portion. Bei sogenannten High Protein Ramen wird der Wert oft durch zugesetzte Protein-Isolate erhöht.

Protein aus der Brühe

Protein aus Brühen entsteht durch Zutaten und Kochprozesse. Bei Fleischbrühen spielen Knochen, Fleisch und lange Kochzeiten eine entscheidende Rolle. Besonders traditionell gekochte Tonkotsu-Brühen gelten als sehr proteinreich.

Wie viel Protein hat Ramen? Ein Beispiel aus der Praxis

Transparenz ist entscheidend. Bei dieser Berechnung ergibt sich der Proteinwert einer Ramen-Schale ergibt sich immer aus Brühe plus Nudeln.

Rechenbasis für die Beispiele in diesem Artikel:

  • 1 Glas Brühe: 350 ml
  • 1 Nudelnest: ca. 65 g, entspricht rund 9 g Protein
  • Gesamtprotein: Protein aus Brühe + Protein aus Nudeln

Beispielrechnung für eine klassische Ramen-Schale mit Tonkotsu:

  • Nudeln: ca. 9 g Protein
  • Tonkotsu-Brühe (350 ml): ca. 35 g Protein
  • Gesamt: ca. 44 g Protein pro Schale

Proteinvergleich: Wie viel Protein steckt in TADA Ramen?

Hier siehst du die Proteinwerte pro Schale, berechnet aus 350 ml Brühe plus einem Nudelnest. Bei Brühen mit Nährwertangaben pro 100 ml wird der Wert entsprechend auf 350 ml hochgerechnet. Toppings wurden bei dieser Analyse bewusst nicht berücksichtigt, da sie individuell gewählt werden und den Proteingehalt je nach Zusammenstellung stark verändern können.

Ramen-Sorte Protein aus Brühe (350 ml) Protein inkl. Nudelnest
Tonkotsu 10,0 g x 3,5 = 35,0 g ca. 44,0 g
Shoyu 5,5 g × 3,5 = 19,25 g ca. 28,25 g
Tantan 5,5 g × 3,5 = 19,25 g ca. 28,25 g
Miso (vegan) 1,4 g × 3,5 = 4,90 g ca. 13,90 g
Kinoko (vegan) 1,3 g × 3,5 = 4,55 g ca. 13,55 g

Hinweis: Die angegebenen Proteinwerte beziehen sich ausschließlich auf Brühe und Nudeln. Toppings wie Fleisch, Ei, Tempeh oder Tofu wurden bewusst nicht einbezogen, da sie individuell gewählt werden und den Proteingehalt je nach Kombination deutlich erhöhen können.

High Protein Ramen: Was bedeutet das eigentlich?

Bei High Protein Ramen liegt der Fokus häufig auf proteinangereicherten Nudeln oder zugesetzten pflanzlichen Proteinen. Der Unterschied zu klassisch gekochten Brühen liegt im Ursprung: Protein wird formuliert, nicht über lange Kochprozesse aufgebaut. Beide Ansätze können – je nach Ziel – sinnvoll sein.

Und wie sieht es bei veganen Ramen aus?

Vegane Ramen enthalten meist weniger Protein. Der Schwerpunkt liegt auf Fermentation, Umami, Ausgewogenheit und der Vielfalt an Toppings. Nicht jede Ramen-Schale muss maximal proteinreich sein, um zu überzeugen.

FAQ

Ist Ramen proteinreich?
Ramen kann proteinreich sein – besonders bei Brühen wie Tonkotsu. Entscheidend ist immer die Kombination aus Brühe, Nudeln und Toppings.

Wie viel Protein hat eine Schale Ramen?
Je nach Brühe und Nudeln variiert der Wert stark. Klassische Tonkotsu-Ramen können über 40 g Protein pro Schale enthalten.

Woher kommt das Protein bei High Protein Ramen?
Meist aus proteinangereicherten Nudeln oder zugesetzten pflanzlichen Proteinen.

Sind Instant Ramen gesund?
Das hängt von Zutaten, Portionsgröße und Häufigkeit ab. Instant Ramen sind in erster Linie Convenience-Produkte.


Fazit
Ramen sind vielseitig. Protein kann ein Feature sein, sollte aber nie isoliert betrachtet werden. Entscheidend ist, wie es entsteht und dass alle Bestandteile gemeinsam bewertet werden.